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Pflanzen im Oktober: Immergrüne Blätter, leckere Früchte und mehr

Pflanzen im September - Ginkgo bilobaCryptomeria japonica Foto: PdM. 

Immergrüne Blätter, leckere Früchte, leuchtende Beeren, außergewöhnliche Nadeln oder eine interessante Wuchsform – auch wenn die winterliche Ruhe beginnt, hat der Garten einiges zu bieten.

Hippophae rhamnoides
Der Sanddorn (Hippophae rhamnoides) ist ein robuster Wildobstbaum oder -strauch mit schönen, silbriggrauen Blättern. Sogar nach dem herbstlichen Blattfall ist er noch interessant, denn er hat leuchtend orangefarbene Beerenfrüchte, die bis in den Winter hinein an den Zweigen bleiben. Sie sind essbar und enthalten viele Vitamine, vor allem der Vitamin-C-Gehalt ist sehr groß. Die Früchte eignen sich gut für Marmelade, Sirup oder gesunde Säfte. Der Sanddorn ist zweihäusig, das heißt, dass eine Pflanze entweder nur weibliche oder nur männliche Blüten trägt. Für eine reiche Beerenernte muss deshalb zusätzlich zu den weiblichen eine männliche Pflanze als Pollenspender gepflanzt werden. Mittlerweile gibt es auch Züchtungen, die größere Früchte als die Wildart haben. 

Mespilus germanica
Die Echte Mispel (Mespilus germanica) ist ebenfalls ein interessantes Wildobst und schon sehr lange in Kultur. Dieser kleine Baum kommt ursprünglich aus Südeuropa, dem Kaukasus und dem Iran. Er wird etwa 3 bis 5 Meter hoch und ist sehr hitzeverträglich. Die Blätter sind bis 12 Zentimeter lang und an der Unterseite fein behaart. Im Herbst färben sie sich rotbraun bis orangegelb. Die Mispel wurde besonders im Mittelalter geschätzt und war früher in Bauerngärten oft zu finden. Im Mai und Juni erscheinen hübsche weiße Blüten, aus denen sich im Herbst birnenförmige, braune Früchte mit etwas filziger Schale entwickeln. Sie schmecken süß-säuerlich und werden erst nach Frosteinwirkung genießbar. Sie können dann roh gegessen werden, eignen sich aber auch gut zum Beispiel für Marmelade oder Obstwein. 

Spiraea betulifolia
Der Birkenblättrige Spierstrauch (Spiraea betulifolia) ist sehr frosthart und dicht verzweigt. Im Juni erscheinen weiße Blüten, im Herbst verabschiedet sich der sommergrüne Strauch mit leuchtend gelben bis feurig roten Blättern in die Winterruhe. Nach dem herbstlichen Laubfall wird die rotbraune Rinde sichtbar. Dieser breitbuschig wachsende Spierstrauch wird bis etwa einen Meter hoch und eignet sich gut für dichte, niedrige Hecken. Weil er auch im Halbschatten gedeiht, kann er zur Unterpflanzung von Bäumen genutzt werden.

Cryptomeria japonica
Die Sicheltanne (Cryptomeria japonica) ist ein außergewöhnlicher Nadelbaum aus dem Fernen Osten. In Japan sind Sicheltannen die wichtigsten Forstgehölze, in Deutschland sind sie relativ unbekannt. Es gibt verschiedene Sorten, die langsam wachsen und nur wenige Meter hoch werden. Sie haben immergrüne, weiche, leicht sichelartig gebogene Nadeln und zum Teil ein eigenwilliges Erscheinungsbild. Die Hahnenkamm-Sicheltanne (Cryptomeria japonica ’Cristata’) zum Beispiel hat teilweise extrem verbreiterte Triebspitzen, die tatsächlich stark an Hahnenkämme erinnern. Für ungetrübte Freude an den exotisch anmutenden Sicheltannen empfiehlt sich ein geschützter Standort, denn vor allem junge Pflanzen reagieren empfindlich auf Wintersonne und Sommertrockenheit.  

Nandina domestica
Der Heilige Bambus oder Himmelsbambus (Nandina domestica) ist aus botanischer Sicht gar kein Bambus, doch mit seinem locker-luftigen, filigranen Wuchs erinnert er manch einen an diese Gräser. Er stammt aus Ostasien und eignet sich, da er langsam wächst und nur etwa 2 Meter hoch wird, gut als Kübelpflanze. An geschützten Standorten und in klimatisch begünstigen Regionen kann dieser aparte kleine Strauch auch ganzjährig im Freien wachsen. Der Heilige Bambus ist das ganze Jahr über schön, denn die gefiederten, immergrünen Blättchen sind äußerst dekorativ: Der Austrieb ist rötlich bis bronzefarben, später vergrünen die Blättchen, um sich im Herbst und Winter wieder rot zu verfärben. Weil während der ganzen Vegetationsperiode neue Blätter gebildet werden, bietet die Pflanze auch im Sommer ein reizvolles Farbenspiel. Im Sommer erscheinen auch die cremeweißen Blüten, die sich in 20 bis 30 Zentimeter langen Rispen über das Laub erheben. Aus ihnen entwickeln sich rote Beeren, die den Baum wie kleine rote Perlen über einen langen Zeitraum schmücken.

Epimedum
Elfenblumen (Epimedium) sind zarte Schönheiten mit besonderer Ausstrahlung. Die anmutigen Blüten entwickeln sich im April/Mai und scheinen wie kleine Elfen über dem Laub zu schweben. Diese nur 20 bis 30 Zentimeter hohen Stauden sind anspruchslos. Sie gedeihen gut an halbschattigen bis schattigen Standorten auf humosen Böden, beispielsweise unter Bäumen und Sträuchern. Sie können regelrechte Teppiche bilden, die je nach Art und Sorte auch im Winter den Boden mit ihren herzförmigen, manchmal rötlich bis bronzefarben getönten Blättern dicht bedecken. Wintergrün sind zum Beispiel die gelb blühende Schwefel-Elfenblume (Epimedium x versicolor ’Sulphureum) und die ebenfalls gelb blühende Epimedium-Sorte ’Frohnleiten’. 

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