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Skulpturen-GartenSchon die alten Römer schmückten die Gärten und Innenhöfe ihrer Villen mit Formpflanzen und verliehen ihnen damit erstmals größere Bedeutung in der Gartenarchitektur. Plinius der Ältere berichtet in seinem Werk „Naturalis historia“, dass vor allem Zypressen und Buchsbäume zu Schiffen, Jagdszenen und mythischen Tiergestalten geschnitten wurden. Durch die Ausdehnung des Römischen Reiches gelangte das Wissen über die Gestaltung von Pflanzen ins nördliche Europa bis in die Gärten Englands. Nach dem Zusammenbruch des römischen Imperiums überlebte die Kunst des Formschnitts vorerst nur in den Klostergärten, wo Buchsbaumhecken die Beete einfassten. Erst mit der Renaissance – und später im Barock – fand in der Pflanzengestaltung eine Rückbesinnung auf antike Ideen statt, was sich in formalen, parkähnlichen Terrassengärten mit streng gestalteten Gehölzen und niedrigen Buchsbaumhecken widerspiegelte. Mit der Ausbreitung der „natürlicheren“ Landschaftsgärten und in der Romantik verlor der Formschnitt im 18. und 19. Jahrhundert wieder an Popularität, bis es im 20. Jahrhundert bei der Garten- und Pflanzengestaltung immer mehr zu einer Vermischung von formalen und natürlichen Elementen kam – eine Entwicklung, die bis heute anhält. Durch die Verbindung von strengen, geschnittenen Formen und natürlichen Elementen können Gartenbesitzer die Attraktivität ihres Gartens auf einfache Art und Weise steigern und interessante Akzente setzen. Formgehölze haben wegen ihres außergewöhnlichen Aussehens eine intensivere Ausstrahlung als andere Pflanzen und sollten entsprechend freistehen, um zur Geltung zu kommen. Neben Farb- und Größenkontrasten sind es vor allem die unterschiedlichen Figuren, die den Garten strukturieren und als Stilmittel Spannung erzeugen.Tipps:
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Mit Schere und vor allem mit FeingefühlJeder (Hobby)Gärtner hat das Zeug zum „grünen Bildhauer“: Alles, was er neben Werkzeug – am besten eine qualitativ hochwertige, scharfe Heckenschere – und „Pflanzenmaterial“ benötigt, sind Mut zum Anfangen, ein bisschen Kreativität und Geduld. Der beste Zeitpunkt für einen Gestaltungsschnitt – auch Sommerschnitt genannt – ist Anfang Mai bis Ende Juni. In dieser Zeit beginnen die Gehölze mit dem Wachstum und haben nach dem Schnitt noch genügend Zeit und Kraft, wieder auszutreiben. Nur bei frisch gepflanzten Gehölzen sollte man bis zum nächsten Frühjahr warten, damit die Pflanzen keine Doppelbelastung durch Verpflanzen und gleichzeitigem Schnitt bekommen. Im Spätsommer kann nach Bedarf ein weiterer Pflegeschnitt durchgeführt werden. Kiefern sollten nur einmal im Jahr geschnitten werden, alle anderen schwach bis mittelstark wachsenden Gehölze benötigen in Jahren mit gutem Wachstum zwei bis manchmal sogar drei Pflegeschnitte. Robusten, winterharten und schnittverträglichen Pflanzen wie zum Beispiel Buchsbaum, Eibe, Ilex und Wacholder schadet regelmäßiger Schnitt nicht im geringsten, im Gegenteil: Richtig und zum geeigneten Zeitpunkt durchgeführt, verjüngt er die Pflanze und beugt Krankheiten vor. Auch Laub abwerfende Gehölze wie Weiß- und Rotdorn, Rot- oder Weißbuche, Zierapfel, japanische Azaleen oder Liguster sind für einen Formschnitt geeignet. Generell sind junge Pflanzen besser formbar als ältere. Pflanzen, die noch nicht ihre endgültige Gestalt erreicht haben, müssen mindestens zweimal im Jahr geschnitten werden, damit die Verzweigung in die gewünschte Richtung gefördert wird.Für den mobilen Garten bieten sich Formgehölze in Pflanzkübeln
an: Kübel mit geometrisch geformten Gehölzen können die
Architektur eines Gebäudes unterstreichen. Daher sind Pflanzkübel
mit Formgehölzen sehr gut für den Eingangsbereich, für die
Auffahrt eines Hauses oder für die Terrasse geeignet.
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