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Pflanzen im September

Pflanzen im September - Ginkgo biloba
 
Ginkgo in Sorten, Heidelbeere, Juniperus bodendeckend (Wacholder), Hagebuttenrose, Aronia melanocarpa (Schwarzfrüchtige Apfelbeere), Anemone japonica (Herbstanemonen)
 
Der Herbst ist die Zeit der Reife und Ernte. Neue Geschmackserfahrungen bietet Wildobst wie zum Beispiel die Schwarzfrüchtige Apfelbeere (Aronia melanocarpa), die ursprünglich aus Nordamerika stammt. Die kleinen, im September erscheinenden Früchte enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die etwa erbsengroßen Beeren können roh gegessen oder zu Marmelade und Saft verarbeitet werden. Die Früchte haben einen herben Geschmack, es gibt aber auch Sorten mit süß schmeckenden Beeren. Auch Heidelbeeren können jetzt geerntet werden. Die süßen, blauen Früchte sind je nach Sorte 1 bis 2 Zentimeter groß. Die Größe der Pflanzen variiert, es gibt Pflanzen, die nur 40 Zentimeter hoch werden, andere können eine Höhe von über einem Meter erreichen. Heidelbeeren gedeihen auch in Gefäßen und so können sogar Balkongärtner diese Delikatesse genießen. Heidelbeeren benötigen für gutes Gedeihen sauren Boden. Ideal sind deshalb Rhododendronerde und die Verwendung entsprechender Dünger.

Rosen werden vor allem wegen ihrer schönen Blüten und ihres Duftes gepflanzt, doch im Herbst trumpfen manche auch mit einer ganz anderen Eigenschaft auf. Zahlreiche Wildrosen tragen dann leuchtendrote Hagebutten. Ihre Form variiert stark. Die Hundsrose (Rosa canina) hat sehr schlanke Früchte, die Hagebutten der Kartoffelrose (Rosa rugosa) sind dagegen flachkugelig. Die Früchte sind essbar und eignen sich zum Beispiel für Tee, Konfitüren oder Likör.

Der Ginkgo ist ein außergewöhnlicher Baum. Er gilt als lebendes Fossil, denn er wuchs schon zu Zeiten der Dinosaurier. Seine lederartigen Blätter haben eine einzigartige Form. Sie sind fächerförmig mit deutlichen, mehr oder weniger parallel verlaufenden Blattadern. Im Herbst färben sich die Blätter goldgelb. Der Ginkgo wirkt wie ein Laubbaum, doch aus botanischer Sicht gehört er nicht zu dieser Pflanzengruppe: Er existierte schon lange bevor sich die ersten Laubbäume entwickelten. Von diesem anspruchslosen Baum gibt es verschiedene Sorten, zum Beispiel schlank säulenförmig wachsende oder kleinbleibende Sorten, die auch gut in Kübel gepflanzt werden können.

Wacholder (Juniperus) sind vielgestaltige, immergrüne Nadelbäume. Manche wachsen schlank aufrecht, andere breitausladend oder bodendeckend. Dazu kommt ein großes Farbenspektrum der Nadeln, das die verschiedensten Grün-, Blau- und Gelbtöne umfasst. Auch ihre große Formenvielfalt bietet umfangreiche gestalterische Möglichkeiten. Kleinere Pflanzen eignen sich zudem gut für mobile Gärten. Der Blaue Teppich-Wacholder (Juniperus horizontalis ’Glauca’) macht seinem Namen alle Ehre. Er wächst dicht den Boden bedeckend und hat intensiv stahlblaue Nadeln, während der Flache Kriech-Wacholder (Juniperus communis ’Repanda’) dunkelgrüne Nadeln trägt. Schön ist auch der Blaustern-Wacholder (Juniperus squamata ’Blue Star’). Dieser langsam wachsende, dichtbuschige Wacholder hat silberblaue Nadeln.

Herbstanemonen (Anemone japonica) sind eindrucksvolle Stauden, die noch spät im Jahr eine wunderbare Leichtigkeit in den Garten bringen. Die großen Blüten scheinen fast über dem Laub zu schweben. Das Spektrum der Blütenfarben umfasst Weiß, Rosa und Rot. Diese anmutigen Herbstschönheiten werden je nach Sorte etwa 70 bis 100 Zentimeter hoch und gedeihen am besten an halbschattigen Standorten. 

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