Stauden - Wissen und Tips
 
Stauden


Im zeitigen Frühjahr oder gegen den Herbst, wenn die Blütensträucher noch nicht austreiben oder schon abgeschlossen haben, kann der Garten etwas langweilig wirken. Sie würden ein tristes Gartenbild erleben, wenn die verschiedenen Farbakzente von Polsterstauden im Frühjahr oder die Farbtupfer von Herbstastern fehlen würden. Erleben wir das Erwachen der Pflanzenwelt im Frühjahr in den verschiedenen Gelbtönen, so geniessen wir die Herbstzeit mit den blauen und violetten Farben. Es ist kein schwieriges Unterfangen, damit Sie in Ihrem Garten die Jahreszeiten mit der Farbenpracht der Blumen erleben können. Machen Sie aus Ihrem Garten mit Stauden eine Erlebniswelt.

Was sind Stauden? Es sind meistens Pflanzen, die während der Vegetationszeit wachsen und blühen und den Winter als Wurzelknolle oder Rhizom überwintern. Im folgenden Jahr treiben diese Pflanzen wieder aus und erfreuen uns von Neuem mit ihren Blüten.

Welche Überlegung braucht eine gute Pflanzung? Der Gestaltung mit Stauden sind keine Grenzen gesetzt. Stauden können vielseitigen Ansprüchen genügen, sei es als Bodendecker, Begleitpflanzen zu Gehölzen oder als Schnitt- und Rabattenpflanze. Verschiedene Stauden wirken aber nicht nur mit ihrer Blüte, sondern mit den Blattformen oder Blattfarben, durch den Wuchs und auch den Fruchtstand. Folgende Punkte müssen Sie beim Gestalten beachten:

  1. Vertragen sich die Farben zueinander, wenn zwei verschiedene Pflanzenarten miteinander blühen? Ist die Blütezeit ungleich, so spielt die Farbenwahl eine sekundäre Rolle. 
  2. Geben Sie dem Garten für eine bestimmte Zeit ein Thema. Wählen Sie eine Grundfarbe, z.B. weiss, gelb oder blau, die während einer gewissen Zeit vorherrscht. Die Grundfarben können und sollen sich je nach Jahreszeit ändern. 
  3. Einige Stauden haben eine kurze Vegetationszeit (Akeleie, Tränendes Herz). Eine andere Pflanze, die später austreibt, sollte dann den leeren Standort einnehmen. 
  4. Wählen Sie Pflanzenarten, die wenig oder gar nicht von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Es gibt bei denselben Pflanzen Sorten und Arten, die weniger oder vermehrt anfällig sind. 
  5. Vergessen Sie die vielen Farne und Gräser nicht, welche einen grossen Stellenwert bei der Gestaltung einnehmen. 
nach obennach unten

Der Bodenanspruch kann sehr unterschiedlich sein. Dennoch sind die Stauden nicht sehr wählerisch. Ein humoser durchlässiger Boden bekommt ihnen am besten. Für viele Pflanzen sollte der Boden auch nicht zu nährstoffreich sein.

Die Pflanzzeit ist während der Vegetation am besten. Sie sehen die Farben oder Blätter und können sich ein Bild machen, ob diese Staude an dem vorgesehenen Standort auch passen wird. Informieren Sie sich, wie gross die Pflanze in 2-3 Jahren sein wird, damit Sie der Pflanze genügend Platz zur Verfügung stellen können.

Die Pflege kann sehr unterschiedlich sein. Falsch machen kann man wenig oder gar nichts. Meistens genügt es, die abgestorbenen Blüten und Blätter zu entfernen. Der grösste Anfall von Material ergibt sich im Herbst, wenn sich alle Stauden in den Boden zurückziehen. Ich rate Ihnen an, das abgestorbene Material vor dem Winter zu entfernen und zu kompostieren. Bei lang andauernder Schneedecke verfaulen die abgestorbenen Pflanzenteile unter dem Schnee und können zum Teil die Knospen und Rhizome der Stauden schädigen.

Als Nahrung reicht im Spätherbst nach dem Abräumen der abgedorrten Pflanzenteile eine Gabe von 1 bis 2 cm Kompost. Er kann vorsichtig ca. 2 cm tief eingehackt werden. Kompost macht den Boden krümelig. Im Frühjahr, Anfang April kann mit einem organischen Volldünger das Wachstum angeregt werden. Normalerweise reicht eine Düngergabe pro Jahr.

Schädlinge oder Krankheiten gibt es bei den Stauden nicht sehr viele. Der grösste Feind sind im Frühjahr die Schnecken. Die erquicken sich an den frsichen, noch zarten Austrieben. Sollten Sie Schneckenkörner verwenden, um den Biester den Garaus zu machen, streuen Sie nur einige Körner pro m2. Es nützt wenig, wenn Sie viele Körner auf einmal streuen. Weniger ist mehr! Denken Sie an alle anderen Tiere, die sich ebenfalls vergiften können. Sollten Sie an den Stauden viele Läuse entdecken, oder einige Pflanzen (z. B. Phlox und Herbstastern) sind von Mehltau befallen, so können Sie ein kombiniertes Mittel spritzen. Beachten Sie die Gebrauchsanweisung auf der Packung.

 
 

Gartencenter Giesebrecht KG

Im Dorf 23
44532 Lünen
Telefon: (0 23 06) 4 33 60
Telefon: (0 23 06) 4 05 15
Fax:      (0 23 06) 4 86 39
E-Mail: info@giesebrecht.com
Unsere Homepages:
giesebrecht.com / giesebrecht-shop.de / niederadener-baumschulen.de

nach oben